Die vier wichtigsten Anzeichen für die Beikostreife deines Babys

Baby Beikost Beikosteinführung Beikostreife

Der endgültige Zeitpunkt zum Abstillen sollte nach Auffassung der Kommission eine individuelle Entscheidung sein, die gemeinsam von Mutter und Kind getroffen wird: Wie lange insgesamt gestillt wird, bestimmen Mutter und Kind.

Ganz am Anfang ist die Ernährung deines Baby einfach: Es gibt ausschließlich Muttermilch oder Fläschchenmilch.

 

Doch nach und nach kommt die Zeit, in der Babys langsam an das „richtige“ Essen herangeführt werden: Man nennt es auch die Beikosteinführung. Das bedeutet, dass neben der Milchnahrung ganz langsam und im individuellen Tempo des Kindes auch feste Nahrung eingeführt wird. Während die Milchnahrung weiterhin gegeben wird. 

Dies ist übrigens ganz wichtig zu verstehen: Die Beikost soll nicht schnellstmöglich die Milchnahrung ersetzen, sondern nur das Nahrungsangebot erweitern. Milch soll und kann laut WHO die ersten zwei Lebensjahre weiterhin angeboten werden.

Das langsame Abstillen hat viele Vorteile für Mütter und Kinder. Und kann ganz individuell erfolgen. 

Sowohl die WHO und auch die NSK (nationale Stillkommission) empfehlen übrigens, innerhalb der ersten sechs Lebensmonate ausschließlich zu stillen. Dies aber auch nur, weil es keine Belege dafür gibt, dass sich das negativ auf die Nährstoffversorgung des Babys auswirkt. Heißt: Man kann, wenn das Kind bereit ist, auch etwas eher starten.

Insgesamt lautet also die aktuelle Empfehlung zur Einführung von Beikost:

  • Frühestens wenn das Baby vier Monate alt geworden ist, sollte man mit der Beikost starten. 
  • Spätestens wenn es sechs Monate alt geworden ist, sollte man aber langsam damit anfangen. 

Der genaue Start ist aber bei jedem Kind individuell. Und orientiert sich an folgenden Anzeichen, die die sogenannte Beikostreife signalisieren.

Stabilität

Um feste Nahrung zu sich nehmen zu können, muss das Baby erst einmal stabil sitzen können (mit Unterstützung) und den Kopf selbstständig halten können. Dies stellt sozusagen die absolute Grundanforderung dar. 

Interesse

Babys signalisieren von sich aus Interesse an fester Nahrung, wenn sie langsam dafür bereit sind. Sie verfolgen am Familientisch aufmerksam, wie die anderen Essen und greift vielleicht sogar nach dem Essen. 

Reflexe

Der Zungenstreckreflex sorgt dafür, dass bei kleinen Babys feste Nahrung automatisch aus dem Mund herausgeschoben wird. Dies machen Babys also nur, weil sie noch nicht bereit sind. Und nicht, wie manche Eltern denken, weil es ihnen nicht schmeckt oder sie sogar die Eltern „ärgern“ wollen.  Erst wenn sich dieser Reflex zurückgebildet hat, kann das Baby Beikost essen. 

Koordination

Innerhalb der ersten Monate übt ein Baby die Hand-Mund-Koordination, indem es erst lernt die Hände mit den Augen zu verfolgen und später dann gezielt nach Gegenständen greift und diese zum Mund führt. Sobald das Baby sicher Gegenstände mit der Hand greifen und zum Mund führen kann, zeigt dies die Beikostreife an. 

Was genau man als erste feste Nahrung anbietet, kann man auch ganz individuell entscheiden: Die einen schwören auf selbstgekochten Babybrei, die anderen füttern ich ab und zu Gläschen, wieder andere ergänzen Fleisch aus Gläschen zum selbstgekochten Brei, andere halten sich direkt an feste Nahrung gemäß des BLW.

Ich persönlich fand eine Mischung aus allem am Entspanntesten: 

Das Baby bekommt, sobald es Interesse zeigt und die Anzeichen für die Beikostreife erfüllt, am Familientisch kleine Stücke geeigneter Nahrung. Von weichen Nahrungsmitteln (Brotstückchen ohne Kruste, Banane, weichgekochte Kartoffeln…) gab es Stückchen zum Selbstzerkauen. Sobald der Hunger auf feste Nahrung größer wurde, wurden geeignete Teile des Familienessen zerdrückt und gefüttert oder mit den Händen selbst gegessen (gekochte Nudeln). 

Dazu hatte ich für unterwegs auch Gläschen dabei. Und habe manchmal auch nur fürs Baby gekocht (Grießbrei für abends). 

An die starren Pläne zur Beikosteinführung in Deutschland habe ich mich nur beim ersten Baby noch halbwegs streng gehalten. Spätestens ab dem zweiten Kind habe ich sie mir gar nicht mehr durchgelesen. 

Sobald ich Sorgen hatte, dass ich nicht alles vollkommen korrekt mache und damit dem Baby schaden könnte, hat mir immer ein Blick über den Tellerrand in andere Länder und Kulturen geholfen. Dort wird nämlich teilweise ganz anders mit der Beikosteinführung umgegangen:

  • Italien: Gemüse-Fleisch-Parmesan-Suppe mit Reismehl angedickt, Kartoffeln und Karotten, Gemüsebrühe mit Grieß und Olivenöl, Fisch, Geflügel, Kaninchen.  
  • Vietnam: Brei und ballaststoffreiche Brühen mit gemahlenen Garnelen und Würzsoße aus Fisch, Gemüse wie Kartoffel, Karotte oder Kürbis 
  • Schweden: Obst- und Gemüsebreis aus Kartoffeln, Pastinaken, grünen Bohnen oder Blumenkohl, Blaubeeren, Välling – ein Getreidebrei auf Weizenbasis mit Palmöl, Raps und Milchpulver Kartoffelbrei, Milch, Joghurt. 
  • Jamaika: Puddings aus Apfel, Mango, Banane, Papaya oder anderem tropischen Obst mit Honig  
  • Thailand: Brühe mit Gemüse und / oder Reis sowie gestampfter Banane, Mango oder Papaya  
  • China: Reisgerichte mit Algen, Fisch, Karotten, Kohl oder Eiern. Brei aus Banane, Milch und grünen Bohnen, Schweinehack mit Auberginen oder Hühnersuppe mit Kürbis   
  • Japan: Reis mit Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten sowie Gemüse, Misosuppe, Buchweizennudeln mit Fischbrühe und Gemüse, Tofu mit Reis 
  • Australien: Reisbrei mit Linsen oder Sojabohnen, Nussbrei, Getreidebrei, Fisch, Banane, Apfel, Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl, 
  • Kenia: Amaranth mit Bananen, Orangen oder Mango 
  • Mexiko: Hühnerbrühe mit Bohnen und ungewürztes Erwachsenenessen 
  • Kolumbien: Bananen, Papaya, Palmherzen, Mais, Tomaten, Zwiebeln und süßer Chili 
  • USA: Reisbrei mit Avocado, Kürbis, Süßkartoffeln, Bohnen, Bananen 
  • Südafrika: Mealie Pap – ein Brei auf Maisbasis, Milch-Zucker-Tee, Guave, Maracuja 
  • Indien: Dahl (Brei aus Hülsenfrüchten) mit Reis und Ghee, Minze, Koriander, Zimt, Kurkuma 
  • Philippinen: Reis mit Knoblauch und Ingwer 
  • Indonesien: Reisbrei, mit Knoblauch und Ingwer sowie Leber 
  • Lettland: Haferbrei, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Eier, Fisch 
  • Inuit in Kanada: Vorgekauter Fisch 

Quelle: Babyartikel.de

Ich hoffe, der Beitrag hat euch gefallen und euch vor allem etwas beruhigt – so viel falsch machen könnt ihr also gar nicht💛

Wann und womit habt ihr denn bei eurem Baby mit Beikost angefangen? 

Eure 

 

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