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Die 10 besten neuen Elternwörter

  1. Kennt ihr das auch? Kaum hat man ein Baby, erfindet man früher oder später neue Wörter, um eigentlich relativ unschöne Vorgänge oder Tatsachen irgendwie netter erscheinen zu lassen.

Man streut halt Glitter drüber.

  1. Der Stinker

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“Stinker“ wurde von uns definitiv am häufigsten und auch am längsten verwendet.

Der Grund ist klar: Womit wird man in schöner Regelmäßigkeit direkt nach der Geburt am häufigsten konfrontiert? Genau: Den Ausscheidungen des süßen neuen Erdenbürgers.

Nun muss also schnell ein Wort her, mit dem man diese in allen möglichen Formen auftretenden Produkte des kleinen Wunders nett umschreiben kann und was gleichzeitig auch das eigene Entsetzen darüber, wie verdammt oft und groß diese auftreten, euphemistisch umschreibt.

  1. Der Stöpselstinker

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Jaaaa, jetzt fragt ihr euch sicher, was das sein soll. Hat was mit Punkt eins zu tun: Dem Stinker. Genau.

Iihr kennt das bestimmt auch: Man hat den kleinen Schatz gerade frisch gewickelt und schwupps – die Windel ist direkt wieder voll.

Und zwar diesmal so richtig, richtig voll, nachdem vorher nur ein bisschen drin war.

Die Lösung: Der erste Windelinhalt war wohl nur ein klassischer “Stöpselstinker“! Und wenn der raus ist, dann läuft es so richtig…

Stöpsel halt.

  1. Das Mama-Tourette-Syndrom

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Vorweg: Ich möchte mich mit dieser Wortneuschöpfung keineswegs über Menschen lustig machen, die vom Tourette-Syndrom betroffen sind! Mir fiel nur irgendwann in einem verzweifelten Mama-Moment nichts besseres mehr ein, um die Tatsache zu beschreiben, dass man kein – und ich meine wirklich KEIN – Gespräch mehr ohne Unterbrechnungen führen kann, sobald die Kinder in der Nähe sind.

Und so klingt das, wenn ich telefoniere:

“Ja, genau, wir fahren dann übermorgen los in den Urlaub und “ – “Tiger! Geh sofort von deinem Bruder runter!“ – “Und dann müssen wir eigentlich nur noch rechtzeitig dort einchecken, damit …“ – “Was hab ich dir gerade gesagt? Es wird nicht getreten!“ – “damit wir die Schlüssel für das Haus bekommen.“

  1. Brülläffchen

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Nette Umschreibung für ein Kind, was gerade so richtig austickt. Wutanfall und so. Hat jeder schon mal im Supermarkt gesehen.

Oder an der Straße, wenn böse Eltern ihr Kind davon abhalten, sich vor einen LKW zu werfen. Und das Kind dann ganz gepflegt ausrastet.

“Brülläffchen“ klingt nur netter als “Kind, was gerade völlig ausrastet“. Man wirft also rhetorisch eine Hand voll Glitter über das brüllende Kind.

  1. Elternzeit

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Jeder kennt die Elternzeit. Genau, ich meine das mit dem Elterngeld in den ersten 12 bis 14 Lebensmonaten.

Aber das, was ich mit Elternzeit meine, hat noch viel direkter mit den Begriffen “Eltern“ und “Zeit“ zu tun:

Das ist nämlich die rare Freizeit, die man mittags oder abends hat, wenn die Kinder schlafen.

Bei uns wird das Wort gern genutzt nach dem Gute-Nacht-Kuss bei plötzlich im Erdgeschoss auftauchenden Kindern: “Bitte geh jetzt wieder in dein Bett – wir haben jetzt Elternzeit!“ Funktioniert sogar ganz gut. Anscheinend ist auch für die Kinder die Wortzusammensetzung sehr einleuchtend.

Witzig ist eigentlich nur, dass man die Elternzeit meistens erst mal dafür nutzt, die Wäsche zusammenzulegen oder die Spülmaschine auszuräumen…

  1. Duracell-Modus

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Ein typisches Eltern-Paradoxon:

Warum werden Kinder, die eigentlich kurz vorm Einschlafen sind, plötzlich wieder total munter?

Dem süßen Schatz fallen schon die Äuglein zu, das Köpfchen neigt sich leicht zur Seite, man wähnt sich schon in der besagten Elternzeit…

Dann geht auf einmal ein Ruck durch den kleinen Körper, die Augen blicken dich weit aufgerissen und mit einem dezenten Touch von Wahnsinn an und dann geht die Party los!

Und du weißt drei Dinge ganz genau:

  1. Mist, ich hab den richtigen Zeitpunkt fürs Hinlegen verpasst.
  2. Gleich wird er sich sicher weh tun.
  3. Jetzt dauert es noch richtig lange, bis ich Feierabend hab…

  1. Solidaritäts-Nicken

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Es gibt bei den verschiedenen Elterntypen ja solche und solche.

Ich mag die, die mir, während ich in den krassesten Brülläffchen- und Peinlich-Momenten stecke, kurz zunicken und mich wissend anlächeln.

Dann weiß ich wieder, dass ich nicht alleine bin und jemand anderes genau weiß, was ich gerade durchmache. Und das gibt sofort wieder neue Energie und Geduld.

Kleine Geste – hilft aber ungemein. Bitte mehr davo, liebe Eltern!

  1. Abbaden

 

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Besonders im Sommer gern genutzt.

Beschreibt das abendliche waschen zum Entfernen der Sonnencreme- und Schweißreste in der Badewanne, ohne aber tatsächlich zu baden.

Das mag jetzt verwirrend klingen, aber ich erkläre es kurz:

Wenn ich den Kindern sage: “Ihr dürft jetzt baden!“, dann quietschen sie vor Freude auf, stürmen los um einen Haufen wasserfestes (oder auch nicht) Spielzeug zu holen, reißen die Badeperlen-Verpackung auf, suchen die Malseife, und springen dann ins Wasser um in der nächsten halben Stunde (mindestens) das Bad genüsslich zu fluten.

Da ich dieses Szenario nicht jeden einzelnen Abend durchstehe (vor allem nicht an den Tagen, an denen der beste Mann der Welt nicht da ist), habe ich das Abbaden erfunden:

Wenn ich also abends von “abbaden“ spreche, dann wissen die Kinder, dass es jetzt nur KURZ, mit GANZ WENIG WASSER und OHNE SPIELZEUG in die Wanne geht. Also wirklich nur zum Waschen. Das Pendant zum Abduschen also – nur halt in der Badewanne (dann kann ich die zwei Großen nämlich gleichzeitig waschen).

Spart mindestens zwanzig Minuten und eine Menge Nerven.

  1. Kötzeln

Ihr könnt euch sicher denken, wofür dieses süße Wort bei uns steht. Was anderes kann man über ein Baby auch einfach nicht sagen, oder?

  1. Das Baby-Küsschen

 

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Ein wunderschöner, geliebter und gern wiederholter Moment, der aber auch ganz schön weh tun kann:

Ich halte meinen süßen Schatz auf dem Arm, er strahlt mich an, dann plötzlich greift eine kleine Hand mit ungeahnter Kraft in meine Haare, packt ein Büschel und klammert sich genau über den Wurzeln daran fest.

Während nun das  andere kleine Händchen zur Faust geballt auf meinen Kopf trommelt, nähert sich ein offener und sehr nasser Mund meinem Gesicht und drückt sich zielsicher auf meine Nase.

Das mag jetzt brutal klingen, nach Atemnot und Schmerzen – aber in Wahrheit sind es genau die Küsschen, an die ich mich immer erinnern werde!

Das Gefühl: “Ich hab dich zum Fressen gern“ in eine wunderbare Form gebracht.

Und jetzt geh ich mir mit einem verklärten Lächeln im Gesicht die Spucke abwischen. Natürlich heimlich…

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