Reisetagebuch Florida 2018

Tag 6 – es wird nicht besser

Das Genervtsein von gestern ist heute den Tag über zu einer leichten Panik geworden.

War die Entscheidung für unser Reiseziel richtig? War es richtig, komplett Selbstverpflegung zu machen (was anderes gibt’s hier eh nicht bis auf Frühstück, also kein all inclusive)?

Was machen wir, wenn das Wetter (wie ja für mindestens die nächsten zehn Tage angekündigt) in ganz Florida nicht besser wird?

Ausflüge sind schwierig in einem Land, in dem man bis auf shoppen und essen nichts mit Dach machen kann (zumindest nichts für Kinder).
Momentan sitzen wir den halben Tag in einer Wohnung fest und bekommen langsam aber sicher einen Stubenkoller. Wenig Auslauf ist blöd mit Kindern. Und statt der Abkühlung im Meer gibt’s entweder kalte Klimaanlagenluft oder extrem schwüle, feuchte Gewitterluft. 

Das hat Folgen: Das Bärchen hat ab und zu Ohrenschmerzen, Tigerchen hat Halsschmerzen und ich täglich die schönen Symptome einer Wetterfühligkeit wie Schwindel, leichte Kopfschmerzen und Übelkeit. Der beste Mann hat damit keine Last, ist dafür mittlerweile aber bei über 80 Mückenstichen angekommen.

Ja, er hat sie gezählt. Wir haben ja viel Zeit momentan.

Heute war unser Tageshighlight eine Fahrt nach Anna Maria Island. 
Sogar mit etwas Sonne ab und zu. Bei grundsätzlich bewölktem Himmel. Hier am Empfang hatte man uns gesagt, dass das heutige Tiefdruckgebiet mit etwas Glück die Insel nicht trifft.

Die Insel ist laut Internetrechersche bebaut mit süßen kleinen Häusern in verschiedenen Pastellfarben. Und hat die schönsten weißen Sandstrände überhaupt. So richtig wie in der Bacardi-Werbung.

Wir haben dann dort angekommen erst einmal zu Mittag gegessen. Traumstrand mit Hunger ist ja dann gleich keiner mehr. Die Pizza war wider Erwarten suuuuper lecker! Hatten wir jetzt gar nicht gedacht. Aber die war echt gut. Und natürlich riesig!

Nach dem Essen waren wir dann alle gut gelaunt und freuten uns auf den Traumstrand. Also kurz den Parkplatz gewechselt, Sachen ausgeladen. Und den dunkler werdenden Himmel beobachtet…

Der beste Mann wiederholte leicht nervös immer wieder den Satz: „Das zieht vorbei! Das zieht vorbei!“

Dann wurde es windig und die ersten Tropfen kamen. Also schnell alles und alle wieder ins Auto rein. Und schon ging es los:

Wir haben sogar zehn Minuten im Auto gewartet (das ist lang mit drei Kindern), aber es wurde nicht besser. Super.
Was tun? Ab zu Walmart! 

Und dort fanden wir dann tatsächlich noch unser persönliches Highlight als Dreikindeltern: Einen überdimensionalen Einkaufswagen mit Sitzplätzen für zwei Kinder plus den üblichen Klappsitz für ein weiteres Kind plus massig viel Platz im Wagen selbst!

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