Ochsenglitter - der Blog

Ein weiteres Wochenende mit dem Pendlerpapa

Ich möchte euch hier gerne von unserem Wochenende und unseren Plänen erzählen. Was steht bei uns alles an?

Ihr habt es ja schon mitbekommen, ich bin etwas angeschlagen.

Die kleinen, gemeinen Virenmonsterchen haben wieder einmal ihren Weg zu mir gefunden. Ist ja irgendwie auch klar, dass man sich als Mama nie wirklich vor Ansteckung schützen kann. Also huste ich so vor mich hin und hoffe, dass es schnell wieder vorüber geht. Ein paar Monate nach der Geburt hatte ich auch schon einmal einen ganz blöden Husten und kann mich noch gut daran erinnern, dass ich Motti beim Stillen immer ganz toll aufgeweckt habe dadurch. Aber sie hat sich nicht mit Husten angesteckt! Weder da noch heute.

Freitag Abend haben wir dann doch noch, trotz Migräne, den besten Mann vom Bahnhof abgeholt. Die guten Pillen hatten endlich ihre Wirkung gezeigt und er musste sich keine Taxi nehmen.

Die Jungs durften währenddessen das erste mal zuhause auf uns warten – vorher waren sie noch nie allein geblieben. Aber die Gelegenheit hatte sich so angeboten, dass ich zugreifen musste. Sie saßen vor dem Fernseher und waren so vertieft, dass sie es wahrscheinlich gar nicht mitbekommen hätten, wenn ich einfach gegangen wäre. Natürlich habe ich mit ihnen geredet und sie gefragt, ob das in Ordnung ist. Doch sie wollten sofort einstimmig zuhause warten. Schnell noch die Video-Überwachung über eine App eingerichtet und es konnte mit Motti und mir losgehen.

Unser gemeinsamer Abend bestand dann aus Betten beziehen, während ich die Kinder bettfertig gemacht habe.

Danach kurzer Tausch, ich hab Motti komplett übernommen, der Papa die Jungs. Mittlerweile läuft das sehr routiniert bei uns ab. Als alle schliefen, musste der Mann auch schon wieder weg – er war verabredet und natürlich spät dran. Das war die Chance für mich, ganz allein Pizza zu futtern und einfach nur das zu machen, was ich wollte. Das kommt nämlich viel zu kurz in der Woche. Und wenn ich ehrlich bin, am Wochenende noch viel mehr, weil da berechtigterweise auch noch mein Mann seine Aufmerksamkeit einfordert. Und ich die ihm natürlich auch gerne geben möchte. Aber ich bin abends oft auch so kaputt vom Tag, dass ich gerne allein bin und die Stille genieße. Schließlich habe ich sonst den Tag über weder viel Stille noch Zeit allein für mich. Ach ja, und nachts auch nicht. Gerade an solchen Tagen, an denen ich mich nicht so fit und gesund fühle wie sonst, da brauche ich meine Ruhe zum Kraft tanken.

Der Sonntag startet bei uns immer mit einem sehr späten, aber dafür sehr reichhaltigen Frühstück. Die Kinder (Motti ist zum ersten Mal auch mitgekommen) fahren zusammen mit ihrem Papa zum Bäcker und kaufen Brötchen.

Dann frühstücken wir ausgiebig.

Diese Tradition ist uns wichtig, wir genießen die gemeinsame Zeit als Familie und reden und lachen immer viel beim Frühstück.

Den restlichen Tag haben wir dann mit kurzen Spaziergängen und viel Spielen zuhause verbracht. Leider schwebt momentan ja sonntags immer diese „Papa muss bald schon zum Bahnhof“-Ding über uns. Das belastet die Stimmung hintergründig schon. Wir alle wissen mittlerweile, dass einer von uns bald wieder weg sein wird für fünf lange Tage. Dabei könnten wir gerade im Moment so viel mehr Zeit brauchen, denn reden und etwas planen kommen viel zu kurz an den schnell gelebten Wochenenden.

Schließlich haben wir im Moment so viele Pläne, die wir gern in den nächsten Monaten umsetzen möchten.

Da wäre einmal die Taufe von Motti.

Wir hatten sie schon für Ende September geplant, einen Tag vor unserem Hochzeitstag wollten wir sie taufen lassen. Leider wurde mir während unseres Urlaubs in Holland klar, dass das seeeehr kurzfristig wäre. Schließlich würde ich die Taufe gerne größer feiern und auch entferntere Verwandtschaft einladen. Wir haben viele Verwandte schon lange nicht mehr gesehen und irgendwie kam bei mir letztens der Gedanke hoch, dass man die große ganze Familie wirklich nur noch an Hochzeiten und Beerdigungen sieht. Das ist doch frustrierend.

Der nächste Punkt auf meiner Liste ist ein Garagenflohmarkt.

Bei uns haben sich über die Jahre so unglaublich viele Kindersachen und -kleidung angesammelt, dass ich beim Gedanken daran, sie einzeln im Internet zu verkaufen (und zu verpacken und zu verschicken) schon Angstzustände bekomme. Also würde ich am liebsten möglichst viele Sachen direkt vorm Haus an Interessierte verkaufen. Quasi ein Mini-Kleidermarkt. Dazu habe ich mich auch schon informiert, laut Gesundheitsamt darf ich sogar trockenen (=durchgebackenen) Kuchen verkaufen und für das Ordnungsamt ist der Garagenflohmarkt auch nicht genehmigungspflichtig. Jetzt muss ich also nur noch einen organisieren…

Was ich auch gerne einmal organisieren möchte, schon seit Jahren mittlerweile, das ist ein Nachbarschaftsfest.

Quasi eine Party für alle Nachbarn in unserer Straße. Ich finde es nämlich schade, dass man zwar nebeneinander wohnt, aber sich teilweise so selten mal spricht und wenig voneinander weiß. Ich habe das Glück, dass ich viel Zeit zuhause und draußen mit den Kindern verbringen kann. Deshalb kenne ich sehr viele Nachbarn hier und komme auch immer wieder ins Gespräch mit ihnen. Andere Nachbarn haben beruflich bedingt weniger Zeit, um ihre Nachbarn kennenzulernen und nette Gespräche zu führen. Die sind teilweise richtig ausgeschlossen. Das muss also auch alles einmal organsisiert werden: Einladungen, Grill raus, jeder bringt was mit, Deko, Gespräche – netter Abend. Ich weiß nur nicht, wann und wie ich das planen soll. Vielleicht habt ihr ja Erfahrungen und Tipss für mich? Habt ihr schon einmal so eine Party geplant?

In knapp vier Wochen bekommen wir außerdem endlich unser neues Auto!

Einen großen Siebensitzer mit genug Platz für uns alle und auch noch das Gepäck. Ich freue mich so sehr darauf, dass dann alle Kinder mehr Freiraum haben und wir die Jungs bei Bedarf auch einmal auseinandersetzen können. Die Möglichkeit fehlt mir oft im Moment. Was noch etwas stressig wird, ist die Aufbereitung des alten Autos für die Leasingrückgabe. Und dann natürlich noch die Rückgabe an sich – die muss nämlich in Bremen stattfinden. Mit den Kindern, weil wir ja mit zwei Autos hinfahren müssen. Das muss alles organisiert werden.

Und dann fliegen wir auch noch bald in die Sonne!

Familienzeit – endlich. Neun Tage lang werden wir alle zusammen in Ägypten sein und dort nicht nur die Sonne, sondern ganz besonders auch uns selbst als Familie genießen. Darauf freuen wir uns alle riesig und ich muss vorher noch schauen, dass auch alle Familienmitglieder Sommer- und Badesachen in den jeweilig richtigen Größen mitnehmen können. Außerdem brauchen die Kinder für den Herbst neue Schuhe. Die müssen auch noch besorgt werden, bevor es kälter und nasser draußen wird.

Jetzt fragt ihr euch sicher, was denn nun mit dem Pendlerpapa ist, oder?

Wir haben viel geredet in den letzten Wochen. Hauptsächlich am Telefon, klar. Aber nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch einfach deshalb, weil wir nur abends in Ruhe miteinander sprechen können. Am Wochenende ist dafür immer wenig Zeit, da die Kinder natürlich auch ihren Teil unserer Aufmerksamkeit einfordern.

Und wir haben nun einen Plan für die nächsten Jahre entworfen, an dem wir uns entlanghangeln können und der unsere Ziele abdeckt. Die sehen so aus: Nach ungefähr einem Jahr als Angestellter werden wir den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Ich habe diesen Sprung schon vor Jahren einmal gewagt, damals in einer völlig anderen Branche. Aber ich freue mich schon sehr darauf, mein Wissen wieder einsetzen zu können und zusammen mit meinem Mann in den nächsten Jahren viele interessante Erfahrungen sammeln zu können.

Jetzt wünsche ich euch erst einmal eine schöne Woche!

Eure




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