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6 geniale Handtuch-Hacks für den Urlaub mit Kindern

Pixabay / Malasiaphotos

 

Bei einigen Familien werden da ja schon Tage vor der Abreise die Sachen zurechtgelegt und die Koffer gepackt.

 

Ich bin da eher der „kurz vor knapp“-Typ und erledige das leidige Thema entweder am selben Tag oder am Nachmittag davor. Je nach Abfahrt- / Abflug-Zeit.

 

Dabei ganz wichtig: Nicht zuviel einpacken!

Denn seitdem wir zu fünft sind, müssen wir noch mehr darauf achten, was wir einpacken – sonst könnten wir die Koffer mit zwei Erwachsenen und einem Auto auch gar nicht mehr transportieren. Das Problem hatten wir gerade erst beim Rückflug aus den USA

Im Laufe der Jahre habe ich deshalb oft improvisiert und versucht, mit vor Ort vorhandenen Dingen Baby- und Kleinkindequipment zu ersetzen. Was dann zuhause bleiben konnte und keinen Platz mehr im Gepäck wegnahm.

Und Handtücher haben sich dabei als besonders praktisch erwiesen:

Sie sind meistens schon vor Ort vorhanden, können schnell und einfach gewaschen werden (idealerweise sogar vor Ort im Ferienhaus) und passen sich dank verschiedener Größen perfekt an unterschiedliche Dinge an.

Hier findest du meine besten Momhacks mit Handtüchern:

1. Die Nestchenschlange

Ja, ich weiß… Nestchen haben keinen besonders guten Ruf.

Aber wenn du jede Nacht geweckt wirst, weil der Schnuller unerreichbar unter dem Bett liegt oder weil dein Baby sich im Schlaf den Kopf angehauen hat, dann gewinnen sie deutlich an Attraktivität. Zumindest war es bei mir so und ich habe gerade erst eine wunderschöne Nestchenschlange von Babybay gekauft*, die nicht ganz so dick ist und samit auch nicht das halbe Babybett beansprucht.

Hier nun also der erste Handtuch-Hack:

Rollt ein beliebiges Handtuch fest ein und legt es wie eine Nestchenschlange (die ich übrigens sehr empfehlen kann)  von innen vor die Bettgitter.

Man kann auch gut mehrere Handtücher verwenden, um das Kopfende und die Seiten bis zur Hälfte abzupolstern. Wenn sie möglichst fest eingerollt werden und dann die offene Kante nach unten gedreht wird, sind sie auch sehr stabil und können vom Baby nicht so einfach gelöst werden.

Und schon bleiben der Schnuller im Bett und das Köpfchen sicher geschützt.

 

2. Der Rausfallschutz

Nachdem die Kleinen in ein „richtiges“ Bett umgezogen sind, nutzen viele Eltern noch einen Rausfallschutz. Das ist so eine Art Absperrung, damit keiner nachts aus dem Bett fällt. Wir nutzen zum Beispiel diesen hier von Pinolino* schon seit Jahren an unserem großen Bett. Er ist stabil und (das war mir wichtig) sehr hochwertig aus massivem Holz, weiß lackiert. Daher passt er auch optisch gut in unser Erwachsenen-Schlafzimmer.

Wenn man aber mit den Kindern unterwegs ist, hat man in Hotels oder Ferienwohnungen häufig aber keinen Rausfallschutz an den Betten. Leider ist es uns tatsächlich schon passiert, dass dann ein Kind aus dem Bett gefallen ist (zum Glück nur auf den weichen Teppich) und sich natürlich unglaublich erschreckt hat.

Um das unterwegs zu verhindern, empfiehlt das Internet die Poolnudel! Unter das Betttuch geschoben, reicht sie häufig als Begrenzung aus.

Aber wer von uns hat denn bitteschön eine Poolnudel im Gepäck dabei?

Im Sommerurlaub am Meer kann man sich natürlich vor Ort eine kaufen und dann nutzen. Wobei die Kinder sie dann wahrscheinlich tagsüber eher für den Pool haben wollen.

Außerdem sind Poolnudeln nie ganz gerade, so dass ein Ende zum Gesicht zeigt und die Mitte halb aus dem Bett fällt. Nicht gut.

Viel einfacher geht es mit der guten, alten Handtuchrolle:

Nimm ein möglichst großes Handtuch, rolle es quer zusammen, schieb es unter das Bettlaken und stecke dann das Bettlaken wieder unter die Matratze.

Und fertig ist der Rausfallschutz!

 

3. Der Matratzenschoner

Die Realität passt ja oft in kein Hotel-Werbeprospekt. Deshalb findet man in den wenigsten Hotels oder Ferienwohnungen einen Matratzenschutz unter dem Betttuch.

Und wenn doch, dann ist es meistens ein luftundurchlässiger aus Kunststoff. Was wiederum nicht sehr angenehm fürs Schlafklima ist – sprich: Man schwitzt sich nachts kaputt.

Aber die Tatsache, dass viele Kleinkinder nachts ab und zu doch noch ins Bett machen, auch wenn sie schon trocken sind – die vergisst man häufig. Und gerade im Urlaub passiert es bei uns gerne mal.

Denn tagsüber vergessen die Kinder vor lauter spannenden Aktivitäten das Trinken und haben dann abends natürlich umso mehr Durst. Dazu kommt manchmal eine leichte Verkühlung durch nasse Badesachen und schon ist es passiert.

Im besten Fall hat man also im Reisegepäck noch Platz für einen eigenen Nässenschutz von zuhause. Am Besten haben sich bei uns übrigens die Matratzenschoner von Grünspecht * bewährt: Wirklich wasserdicht (nein, das ist nicht selbstverständlich), keine Kunststoffbeschichtung, lange haltbar, super waschbar und trocknerbeständig.

Hat man keinen Matratzenschutz dabei, dann hilft auch hier ein großes Handtuch, doppelt aufs Bettuch gelegt!

Im Ernstfall hat man dann zwar ein Handtuch, aber wenigstens keine Schlafmöglichkeit weniger.

 

Pixabay / free-photos

4. Der Sommerbezug

Auch mit Klimaanlage schwitzen Kinder auf längeren Autofahrten in den Kindersitzen oder der Babyschale oft am Rücken.

Als Abhilfe hat der Handel Frottee-Bezüge erfunden, die man passgenau für jedes Kindersitz- oder Babyschalenmodell über den Sitz ziehen kann. Oder man nutzt spezielle Luftpolster-Bezüge, die zwischen zwei Schichten eine Luftpolster-Schicht eingebaut haben und so Schwitzen verhindern wollen.

Oder aber man nutzt einfach ein (Frottee) Handtuch und legt es in den Kindersitz hinein, bevor das Kind oder Baby hineingesetzt wird!

Das wirkt auf Grund der Stoffstruktur auch kühlend und luftdurchlässig. Und ist außerdem günstig, gut waschbar und einfach auszuwechseln.

 

5. Das Babynest

Immer häufiger sieht man sogenannte Babynestchen im Internet. Sie sollen dem Baby Geborgenheit vermitteln und im Familienbett eine abgegrenztes Bettchen schaffen.

Was genauso gut funktioniert:

Zwei Handtuchrollen um das Baby legen! Eine um den Kopf herum und eine an die Füße, so dass das Baby eine Begrenzung spüren kann.

Das beruhigt Babys in den ersten Monaten sehr, weil es die Begrenzung und Enge im Mutterleib imitiert. Und das sorgt für deutlich besseren Schlaf. Auf Frühchenstationen wird genau dieser Effekt übrigens mit extra Mini-Lagerungskissen erreicht, die eng um die Kleinen herum gelegt werden.

 

 

6. Das Lagerungskissen

Unsere Mütter haben es noch so gelernt:

Ein Baby sollte nie die ganze Zeit gleich liegen, es wurde immer wieder unterschiedlich gelagert.

Dabei wurde nach jedem Stillen das Baby 45 Grad weitergedreht: Also erst auf die rechte Seite, dann auf den Bauch, dann auf die linke Seite, dann auf den Rücken.

So wurde die Verdauung erleichtert und ganz nebenbei auch ein deformierter Hinterkopf verhindert.

Heute wird beim Schlafen für Babys ausschließlich die Rückenlage empfohlen.

Wenn man sein Baby aber auch seitlich hinlegen möchte, ist eine Handtuchrolle sehr praktisch:

Man dreht das Baby sanft auf die Seite und legt eine Handtuchrolle in den Rücken.

Bei Kindern, die sich schon selbst viel bewegen oder sogar drehen können, sollte man allerdings keine Handtuchrollen mehr ins Bettchen legen!

 

Und jetzt eine gute Reise mit hoffentlich ein bisschen weniger Gepäck!

 

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